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FRANZ
LISZT La Campanella
(Nr. 3 aus Six Grandes Etudes de Paganini") Wie kleine Glocken klingen die Töne, die La Campanella hervorbringt daher der Titel. Ursprünglich der letzte Satz des zweiten Violinkonzerts des unvergleichlichen italienischen Geigenvirtuosen Niccolò Paganini (1782-1840) wurde es durch Franz Liszt (1811-1934) berühmt, der es als dritte seiner Paganini Etüden für Klavier solo umschrieb. Unter denjenigen, die Paganinis Stück ebenfalls transkribierten befinden sich Ferruccio Busoni (1866-1924), der daraus eine Version für Soloklavier machte, Paul Kochanski (1887-1934) und Fritz Kreisler (1875-1962) mit seiner Variante für Klavier und Violine. Die vorliegende Version ist eine frei transkribierte und arrangierte Mischung aus verschiedenen Quellen, die den größten Teil jedoch Liszts Version verdankt. Paganini besaß ein großes Talent für einprägsame Melodien, doch seine Kompositionen ließen musikalische Tiefe vermissen. Als Geiger von ,teuflischer' Begabung, mit großartigen technischen Fähigkeiten und Bühnencharisma machte er seine kompositorischen Unzulänglichkeiten wett. Als Liszt Paganini 1831 in Paris spielen hörte, wurde er von Ehrfurcht ergriffen. Obwohl selbst in Virtuosenkreisen kein Unbekannter und zugleich ein sehr viel ernsthafterer und talentierterer Komponist als Paganini, war Liszt entschlossen, ein Paganini des Klaviers zu werden und neue Standards für das Klavierspiel aufzustellen. 1838, sieben Jahre nach seinem ersten Treffen mit Paganini nahm Liszt sechs von Paganinis Originalkompositionen und überarbeitete sie zu einer eleganteren wie spektakuläreren Etüdensammlung für Soloklavier. Das Resultat: La Campanella, mit leicht zu merkender Melodie, einigen strategischen harmonischen Änderungen und immer wiederkehrendem, mitreißenden Thema, wurde auf der Stelle als 3. Etüde berühmt. Die Version, die Midori ausgewählt hat, enthält die Launenhaftigkeit von Liszt während sie gleichzeitig viel des Originals von Paganini bewahrt. Sie fordert vom Geiger allerbeste Technik der linken Hand und ist voller Doppelgriffe (Terzen, Sexten und Oktaven), Harmonien und Pizzicatos und hochfliegenden Kadenzen, die ungeachtet ihres hohen Anspruchs alle mit Sorgfalt und Leichtigkeit ausgeführt werden müssen. Niemals sollen die Schwierigkeiten auch nur erahnt werden, so dass das Publikum allein die Grazie und Schönheit der Melodie genießen kann. |
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| Notes ©
2003 by Midori, OFFICE GOTO CO., LTD., translated by Nicolai Burchartz Referential sources available on request. |