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PETER
ILITSCH TSCHAIKOWSKI
(geb. 1840 in Kamsko-Votinsk
(Russland), gest. 1893 in St.Petersburg)
Mélodie in Es-Dur, Op.42, Nr.3 aus Souvenir d'un lieu cher
(1878)
Tschaikowsky war ein
Meister der Melodie. Seine Werke klingen, als ob sie aus einem brodelnden,
musikalischen Frühling herausströmen. Selbst mit einer Spur
von Narzissmus und Maßlosigkeit bleibt die Kraft des Romantischen
stark und denkwürdig. Seine Musik vereint Passion mit Eleganz, sei
es freudig oder tragisch, es bleibt immer unvergesslich.
Bereits als frühreifes
Kind zeichnete sich Tschaikowskys ungewöhnliche musikalische Begabung
frühzeitig ab und seine Eltern gaben ihm die ersten Klavierstunden
im Alter von fünf Jahren. Aber seine Familie war musikalisch nicht
sehr gebildet und eine musikalische Karriere schien nicht möglich.
Dann, im Alter von zehn Jahren, kam Tschaikowsky in die Vorbereitungsklasse
der Schule der Rechtswissenschaften in St.Petersburg und im weiteren Verlauf
studierte er über einige Jahre Jura, bevor er sich mit 21 einem ernsthaften
musikalischen Studium zuwendete.
Als Erwachsener war
Tschaikowsky zunehmend sorgenschwer und unglücklich, ganz im Gegensatz
zu seiner exquisiten Musik, die er komponierte. Das Jahr 1877 war besonders
verheerend in Folge seiner unglückseligen Hochzeit mit Antonia Ivanovna
Milyukova, die nur einige Wochen überstand. Nach einem Selbstmordversuch
und einem Nervenzusammenbruch verordneten ihm die Ärzte eine völlig
neue Umgebung zur Genesung.
Kurz nach seiner Heirat
hatte Tschaikowsky einen Briefwechsel mit einer vermögenden Witwe,
Nadeshda von Meck, aufgenommen, die seine Gönnerin wurde und ihm
finanzielle Unterstützung anbot auf dem Einverständnis, dass
sie sich niemals treffen würden. Wenn er raus musste kam ihm Mme
von Meck zu Hilfe und bot ihm den Aufenthalt in Brailov an, einem ihrer
vielen prächtigen Landsitze. Obwohl die Haushälterin nicht vor
Ort war, waren die Bedingungen in Brailov mehr als komfortabel. Das Haus
war luxuriös, mit Noten und Instrumenten gefüllt und umgeben
von Wäldern und Gärten, in denen Tschaikowsky Zuflucht suchte.
Bevor Tschaikowsky
im Juni 1878 Brailov verließ, vertraute er die Komposition Souvenir
d'un lieu cher" (Erinnerung an einen geliebten Platz) dem Diener
mit der Bitte an, das Werk als Zeichen seiner Dankbarkeit für die
Gastfreundschaft Frau von Meck zu überreichen. Das Werk ist ein Tryptichon
für Geige und Klavier bestehend aus drei kurzen Stücken: Méditation
( ursprünglich als langsamer Satz seines Violinkonzertes gedacht,
verworfen und neu bearbeitet), Scherzo und Mélodie. Später
transkribierte Alexander Glasunow (1865-1936) das Werk für Geige
und Orchester, aber in dem heutigen Konzert wird es in seiner Originalversion
aufgeführt.
Mélodie"
wird oft allein gespielt. Es is ein entzückendes, anmutiges kurzes
Stück, das seinen Erfolg in seiner Stimmung aus Ruhe und Nostalgie
findet.
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