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PABLO
DE SARASATE Zigeunerweisen,
Op. 20 (1878) Sarasates Ruf als Geiger basierte auf seiner Virtuosität. Er war bekannt für technische Perfektion und für die Leichtigkeit, mit der er sein Instrument zu spielen wusste. Sein Klang jedoch wurde mit weniger Beifall bedacht. Während der Grundklang selbst äußerst angenehm war, wurde er für seine fehlende Dynamik und eher mageren emotionalen Gehalt kritisiert. Als Geiger komponierte er, um seine Virtuosität herauszustellen. Sicherlich war das nicht die Art von Musik, die geschrieben wird, um die geheimnisvollen Tiefen unserer Seele zu berühren. Vielmehr war sie konzipiert, um den Hörern (und Zuschauern) die fantastischen virtuosen Fähigkeiten, die er besaß, vorzuführen. Geborener Spanier, trainierter" Franzose wurde Sarasate 1844 in eine bescheidene und musikalische Familie geboren. Er studierte am Pariser Konservatorium und baute für den Rest seines Lebens eine enge Verbindung zu Paris und Frankreich auf. Tatsächlich war er so vernarrt in das Pariser Konservatorium, das er der Schule seine eigene Stradivari von 1724 vererbte. Zusätzlich zu seinen Spanischen und Französischen Wurzeln, kann man sein Temperament vielleicht mit den stereotypischen Charakteristika eines Zigeuners verbinden nomadisch, temperamentvoll, impulsiv, leidenschaftlich und improvisatorisch. Ebenso eindrucksvoll wie seine Virtuosität auf der Geige war sein ,savoir-faire'. Bekannt als Boulevardier, als eine Art Dandy hat ihm dieser Ruf in sozialer Hinsicht nie geschadet. Kritiker behaupten, dass sein außergewöhnlicher Charme ein wichtiger Faktor für seine Aufnahme in den Zirkle seiner reichen und mächtigen Bewunderer war. Obwohl er ein Wunderkind war, wurde er als Star erst als Erwachsener akzeptiert. Zigeunerweisen" wurde 1878 geschrieben und im selben Jahr in Leipzig uraufgeführt. In der Reihe von Sarasates Werken nimmt es als zwanzigstes von 54 Werken fast genau den mittleren Platz ein und ist sein populärstes und berühmtestes Stück. Die Komposition wird gleichermaßen oft in der Fassung für Solovioline und Orchester sowie in der Version fur Violine und Klavier gespielt. Obwohl es künstlerische Substanz vermissen lässt, ist Zigeunerweisen" zweifellos ein unvergessliches Stück. Mit Klängen die von der Nachahmung einer Zither bis zu Vogelzwitschern, von einem Knurren bis zu einem Schluchzen reichen, und mit Geigenfeuerwerken, welche, wenn sie richtig gespielt werden, die Zuhörer vor Spannung kerzengerade auf ihren Plätzen sitzen lassen, ist dieses Stück trotzdem ein Gewinner. Das Stück basiert lose auf einem csardas, einem ländlichen ungarischen Volkstanz, der zwischen 1850 und 1880 besonders populär war. Der csardas steht immer im Zweiertakt, mit regelmäßig synkopierten Rhythmen und charakteristischem Wechsel zwischen langsamen und schnellen Teilen. Die langsamen Parts repräsentieren Wurde und Stolz, während die schnellen Sektionen die Zigeunertänze darstellen. Das Stück ist wiederum von Zigeunern adaptiert worden und ist derzeit auch außerhalb der Konzertsäle bei verschiedenen Auffuhrungen zu erleben, die sich dem eigentlichen Gebrauch der csardas verschreiben und auf Hochzeiten, Festen und in ländlichen Kneipen oder ihren modernen Gegenstücken, den europäischen Cabarets gehört werden können. |
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| Notes ©
2003 by Midori, OFFICE GOTO CO., LTD., übersetzt von Nicolai Burchartz Referential sources available on request. |