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CÉSAR
FRANCK
1. Allegretto moderato César Francks Sonate in A-Dur, ein Klassiker des Repertoires für Violine und Klavier, ist gefüllt mit Schönheit, Aufregung, Fantasie, Schärfe und Dramatik. Während andere Werke von César Franck seit seinem Tod in die Mode oder aus derselben kamen, erfreute sich die A-Dur-Sonate sowohl bei Künstlern als auch beim Publikum großer Beliebtheit. Obwohl er in Belgien geboren wurde, verbrachte Franck die meiste Zeit seines Lebens in Paris. In der Hoffnung, dass er ein Konzertpianist werden würde, meldete ihn sein Vater 1830 im Konservatorium von Liège an. Er wurde ein guter Pianist, ging auf Konzerttourneen und gewann Preise, aber seine Persönlichkeit war nicht dafür geeignet, eine erfolgreiche Karriere als Solist aufzubauen. Trotz aller Planungen seines Vaters war Franck von früher Kindheit an am Komponieren interessiert, aber er konnte ihm erst mit vollem Ernst nachgehen, als er 1858 Organist an der Basilika von St. Clotilde wurde. Er blieb dort bis zu seinem Tode und wirkte ab 1872 ebenso als Professor fur Orgel am Pariser Konservatorium, wo Vincent d'Indy, Henri Duparc und Ernest Chausson zu seinen treuen Schülern zählten. Franck war ein Romantiker, der seinen Erfolg in der Kombination von chromatischen Harmonien mit dem klassischen Stil fand. Er komponierte seine einzige Sonate für Violine und Klavier im letzten Jahrzehnt seines Lebens, einer Periode intensiver Kreativität, in der auch die d-Moll-Symphonie, die Symphonischen Variationen für Klavier und Orchester und Preludium, Choral und Fuge für Klavier entstanden. Im September 1886 schenkte Franck das Manuskript der Violinsonate dem belgischen Geiger Eugene Ysaye zur Hochzeit, wo zugleich die erste Aufführung stattfand. Die öffentliche Premiere fand drei Monate später statt, aufgeführt durch den Widmungsträger und Léontine Bordes-Pène am Klavier im Museum für moderne Malerei in Brüssel. Die Sonate besteht aus vier Sätzen, die zwischen schnell und langsam wechseln. Wie der erste Satz entfaltet sich auch die Geschichte in unaufhörlichen Melodien und einem rhythmischen Element, das an das sanfte Wiegen einer Barcarole erinnert. Der zweite Satz ist ein Feuerball von Leidenschaft und Energie, mit einer der anspruchsvollsten pianistischen Eröffnungspassagen der gesamten Literatur. Trotz des schnellen Tempos und der ständigen Bewegung bleibt der melodische Fluss markant und große Eindringlichkeit mischt sich in die Aufregung. Der dritte Satz ist eine fantasievolle Selbstreflexion. Er hat einen Hang zu Maßlosigkeit, mit sowohl einer düsteren und mutigen Stimmung als auch einer ekstatischen Melodik, die im starken Kontrast zum Frieden und zum Gefuhl der Verwirklichung des dritten und vierten Satzes stehen. Die fließende Melodie der Viertelnoten ist bereits zu Beginn des Satzes im Klavier präsent, dem die Geige im Kanon folgt. Die beiden Instrumente wechseln sich im Aufgreifen dieses Kanons durch den Satz hinweg ab. Die Sonate endet in energischer Eleganz. |
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(Mai
2005)
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| Notes ©
2005by Midori, OFFICE GOTO CO., LTD., translated by Peter Szesny Referential sources available on request. |