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WOLFGANG
AMADEUS MOZART Sonate E-Moll,
KV 304 (1778) 1. Allegro Die redegewandte, betrübte Atmosphäre zu Anfang entwickelt sich innerhalb des Satzes nie in ihr Gegenteil. Wenn überhaupt, wird die Traurigkeit und die Sehnsucht im Laufe des Satzes immer stärker. Es wäre ein Leichtes, die düstere Stimmung den schwierigen Zeiten in Mozarts Leben zuzuordnen - seine Mutter war gerade in Paris gestorben - aber man weiß auch, dass er in dieser Zeit ebenso leichtherzige Werke geschrieben hat, ganz im Gegensatz zu dem, was man erwarten würde. Was in diesem Zusammenhang wichtiger ist: die Traurigkeit, die diese Musik transportiert, ist echt und zutiefst bewegend. Der zweite Satz beginnt mit einem Klaviersolo im Menuett-Rhythmus. Die Geige fällt sogleich mit derselben Melodie ein. In diesem dreiteilige zweiten Satz bleiben die Außenteile herzzerreißend, aber im Mittelteil entrückt die Musik den Zuhörer in eine schöne Welt, die mit Optimismus und Schönheit erfüllt ist. Alles in allem ist das Werk strukturell eher spärlich in seinem sich wiederholenden Gebrauch von Unisoni und Oktaven, aber das Resultat ist keinesfalls simplifizierend oder gekünstelt. In der Tat erfährt man mit jedem Hören eine neue Vielfalt an Emotionen, die in diese kurze Sonate eingebettet sind. Entstanden 1778 in Paris, gehört diese e-Moll-Sonate zu den sechs Sonaten für Klavier und Geige, die der Kurfürstin Elisabeth Auguste von der Pfalz gewidmet sind. Nur zwei Sonaten Mozarts für Klavier und Geige stehen in Moll. Diese ist eine der beiden seltenen Juwele. |
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2006, Midori, OFFICE GOTO CO., LTD. Quellenangaben auf Anfrage |