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RICHARD
STRAUSS Violinsonate
Es-Dur op. 18 (1887/88) Richard Strauss war Zeit seines Lebens ein aktiver Musiker. Als Sohn eines professionellen Hornisten wuchs er von Musik umgeben auf. Er begann mit 4 Jahren, Klavier zu spielen, und bereits 2 Jahre später entstanden seine ersten Kompositionen. Strauss fuhr bis 1948 mit dem Komponieren fort, als ihn ein Jahr vor seinem Tod seine Krankheit zum Aufhören zwang. Während wir ihn heutzutage hauptsächlich als Komponisten in Erinnerung haben, so war er doch auch ein einflussreicher Dirigent. Tatsächlich war er neben Gustav Mahler einer der beiden großen Dirigenten/Komponisten seiner Zeit.
Strauss' musikalische Ausbildung, die zunächst sein Vater ubernahm, befasste sich besonders mit den Werken von Haydn, Mozart, Beethoven und Schubert. Vater Strauss verabscheute Wagner, den man als Avantgardisten und Vorreiter sah. Es hat eine gewisse Ironie, dass Richard Strauss später ein großer Förderer und Interpret von Wagners Musik wurde. Überdies wurde Strauss in den späten 1880er Jahren als der wichtigteste und fortschrittlichste deutsche Komponist seit Wagner gesehen.
Wir bezeichnen Strauss heute nicht als Wunderkind, obwohl er sicherlich eines war. Bereits mit 16 Jahren wurden seine Kompositionen verlegt und aufgeführt. Hans von Bülow, im Deutschland zu Strauss' Tagen ein großer Dirigent, nannte ihn die "bei weitem bemerkenswerteste Persönlichkeit seit Brahms". Später sollte Strauss die Regeln der symphonischen Form sowie des Klangs neu definieren.
Als Strauss die Violinsonate op. 18 komponierte, war er, obwohl erst in seinen frühen Zwanzigern, kein Anfänger mehr, weder in der Musikwelt noch im Komponieren von Geigenwerken. Er spielte seit seinem 8. Lebensjahr die Violine und hatte 1882 bereits ein Violinkonzert geschrieben. Dazu kommt, dass einige seiner Kammermusikstücke herausragende und anspruchsvolle Geigenparts haben. Man muss nicht erwähnen, dass seine gründliche Kenntnis des Instruments ein wichtiges Kapital war, um ein solch virtuoses Stück zu schreiben.
Die
Violinsonate wird als Strauss' letztes "klassisches" Werk bezeichnet.
Noch immer unter dem Einfluss seines konservativen Vaters stehend, folgen
seine Kammermusikwerke, derer er aus der Zeit vor 1890 nur eine Handvoll
hinterließ, allesamt dem klassischen Schema. |
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2002 von Midori, OFFICE GOTO CO., LTD. Überarbeitet 2006 Quellenangaben auf Anfrage erhältlich |