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The
Daily Review, 22. October 2004
Von STEPHANIE VON BUCHAU
Was
das Beethoven Violinkonzert betrifft, so erfuhr es eine derart originelle,
atemberaubende Interpretation durch Midori und Alan Gilbert, dass es genauso
gut ein brandneues Stück hätte sein können. Ich hörte
Dinge, die ich in diesem Stück noch nie gehört habe.
Gilbert reduzierte die Streicher und schuf so mozartsche Leichtigkeit,
um Midoris fantastisches Spiel zu begleiten. Technisch tat sie Unglaubliches
mit Trillern, Doppelgriffen und diesen perfekt intonierten, himmlisch
hohen Tönen.
Doch sie besitzt außerdem musikalische Vorstellungskraft und ließ
Momente von purer Glückseligkeit einfließen, die das Publikum
horbar nach Luft schnappen liesen. Das war nicht der klobige, schwerfällige
Beethoven unserer Großmütter sondern ein Komponist, so jung
und modern wie John Adams."
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