Guido Holze, FAZ, 22. November 2006

“Schon im Kopfsatz von Beethovens Sonate für Violine und Klavier Es-Dur op. 12,3 zeigte sich Midoris besondere Musizierhaltung. In schnell gewähltem Tempo spielte sie mit großer Virtuosität sehr distinkt (...).

Die Tendenz zur leisen Verinnerlichung, die sich schon im Mittelsatz bei Beethoven gezeigt hatte, verfolgte Midori noch intensiver in Bachs Solo-Sonate C-Dur BWV 1005 weiter (...). Die Fuge steigerte sie mit langem Atem, großer Inbrunst und in der Mehrstimmigkeit mit müheloser Geschmeidigkeit. Im "Allegro assai" Finale brach sie - nun wieder ganz konträr - in flachem Ton alle Geschwindigkeitsrekorde.”