Süddeutsche Zeitung, 2. Dezember 2004

„Die Geigerin favorisiert einen geradezu wahnwitzig intensiven Vortragsstil. Immer ist ihr Ton klar; nie expandiert er in die Breite ins Schrille, ins unkontrollierte Forte. Statt dessen arbeitet Midori Verläufe und Höhepunkte durch schier unglaubliche Verdichtungen heraus, baut enorme Spannungen auf. Nichts ist ihr nebens ächlich, alles Geigen ist ihr existentielle Grenzerfahrung. So kann sie Debussy und Janácek ganz auf Zukunft, auf Auflösung, Gratwanderung und Entgrenzung zuspielen. Gerade das finale Janácek-Adagio, diese durch die Geige immer wieder wütend gestörte Akkord-Klage, wird zu einem der Höhepunkte des Abends.”