Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung, 20. November 2006

“[...] Mit der "Wucht" ihrer zierlichen, doch energieladenen Person und ihrer profunden Musikalität entfaltete Midori souverän diese girlandenreiche, sanft elegische Musik [Rautavaara]. [...] Bachs C-Dur Solosonate mit der großen Fuge (...) entwickelte sie mit totalem Körpereinsatz und atemversetzender Konsequenz, überlegt eingesetztem Vibrato und beeinflusst von historischer Aufführungspraxis. [...] Wieviel schwärmerischer, draufgängerischer die Violine in der Sonate op. 18 von Richard Strauss klingen muss, vergegenwärtigte Midori mit ausdrucksvoller, nie ausufernder Wildheit. [...] Zwei Zugaben von Glasunow und Kreisler beendeten Midoris zu Recht bejubelte Expedition durch Violinmusik aus vier Jahrhunderten.”