Heiko Jung, TZ, 20. November 2006

“Diese Kritik handelt nicht von Interpretationen. Es ist nämlich so, dass die Geigerin Midori die Musik nicht ausdeutet, sondern theaterhaft in sie hineinschlüpft, einer Schauspielerin vergleichbar. Vor jedem Programmpunkt des Kammermusikabends im Herkulessaal ist man Zeuge einer kleinen Verwandlung (...).

Schließlich stellt man überrascht fest, mit wie viel liebevollem Überschwang und leidenschaftlichem, romantischem Feuer Richard Strauss' Violinsonate komponiert ist, die man eher nervös und überfrachtet in Erinnerung hatte. Nein, hier muss Darstellerin Midori nun doch maßgeblich am Drehbuch mitgewirkt haben. ”