Projekte    
         
         
 

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen ernennt Midori zur Botschafterin des Friedens

Am 21. September ernannte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, die Geigerin Midori zur Botschafterin des Friedens. Gemeinsam mit Midori erhielten diese Ehre ihre Königliche Hoheit Prinzessin Haya Bint Al Hussein von Jordanien, die First Lady von Dubai, der israelisch-argentinische Dirigent Daniel Barenboim und der brasilianische Schriftsteller Paulo Coelho. Sie treten zu bereits vier anderen Botschaftern des Friedens, die sich durch weltweites Ansehen auf den Gebieten Literatur, Musik und Sport in Verbindung mit dem Eintreten für die Ideale der Vereinten Nationen einen Namen gemacht haben.

Midori gab vor mehr als 25 Jahren ihr Aufsehen erregendes Debüt mit den New Yorker Philharmonikern im Alter von 11 Jahren und hat sich seitdem ein künstlerisches Ansehen erworben, das sie seither unter ihren Kollegen hervorhebt - u. a. auch aufgrund ihrer unermüdlichen und innovativen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Ihr gesellschaftliches Engagement und ihr Bemühen um weniger privilegierte Kinder und Jungendliche treten zu ihrer Arbeit in Meisterklassen mit jungen Geigern weltweit.

1992 gründete Midori "Midori and Friends", eine gemeinnützige Organisation in New York mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen klassische Musik nahe zu bringen, die sonst keinen Zugang dazu haben. Seither konnte sie vier weitere ähnliche Organisationen gründen, sowohl in den USA als auch in Japan. Als Botschafterin des Friedens wird sie helfen, die so genannten Millenium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen mit ihrem Bemühen um Kinder und Jugendliche zu unterstützen.

Der Generalsekretär erklärte, er sei überzeugt davon, dass Midori ihre Funktion als Botschafterin des Friedens mit Leidenschaft und Kreativität füllen werde, wenn er auf das blickt, was sie mit "Midori and Friends" und ihren anderen Organisationen bereits geleistet habe. Er empfahl sie für diesen Titel wegen ihrer großen Fähigkeit, junge Menschen durch Musik zu begeistern und die Musik zu benutzen, um gesellschaftliches Bewusstsein zu schaffen.

Midori sagte, sie fühle sich äußerst geehrt, vom Generalsekretär Ban Ki-moon eingeladen worden zu sein, eine Botschafterin des Friedens zu werden. Das sei für sie eine wunderbare Möglichkeit, die Millenium-Entwicklungsziele auf ihre Art und Weise mit Leben zu füllen. Sie freue sich darauf, sich sowohl mit ihren eigenen Organisationen als auch in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen zum Anwalt dieser Ziele zu machen.

   

Other Projects

International Community Engagement Program 2006 Vietnam
Midori Center for Community Engagement
Orchestera Residencies Program 2007

Orchestera Residencies Program 2004
Music Sharing 2004
Meisterkurs in Tokio
Music Sharing 2003
University Residency Programm
Partners in Performance
Midori&Friends
„On Location" in Los Angeles
20jähriges Bühnenjubiläum
University Residencies
„Total Experience" Konzerttour

 
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  Music Sharing hat die Namen der jungen Musiker bekannt gegeben, die Midori im Dezember 2007 zu ihrem International Community Engagement Program (ICEP) nach Kambodscha begleiten werden. Fur weitere Informationen klicken Sie bitte hier: http://www.musicsharing.jp/e_cambodia.html.

Um Fotos vom ICEP 2006 zu sehen, klicken Sie bitte hier.

     
     
     
     
     
     
     
     
     
 
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MUSIC SHARING

MUSIC SHARING ist eine gemeinnützige Organisation, die 2002 von der Geigerin Midori gegründet wurde. Ihr Auftrag ist es, Musik und Aufführungen von höchster Qualität jungen Menschen verschiedenster Herkunft näherzubringen, sie zu ermutigen, ihre Fähigkeiten auszubauen und Kurse für zukünftige Lehrer sowie Nachwuchsmusiker anzubieten, damit auch diese die Arbeit fortfhren können. Durch seine Projekte möchte MUSIC SHARING jungen Menschen helfen, ihre Lebensziele zu erweitern und einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.

Seit seiner Gründung bietet MUSIC SHARING gratis Musikunterricht für Kinder und junge Menschen in Schulen, Krankenhäusern, Sonderschulen für körperlich und geistig Behinderte und anderen Institutionen in ganz Japan an. Mit dem Lecture Concert Program, dem Traditional Japanese Music Program, dem Orchestra Visit Program mit Midori und anderen professionellen Musikern sowie dem Instrumental Instruction Program erreicht MUSIC SHARING pro Jahr etwa 4000 Kinder und Jugendliche.

MUSIC SHARING wurde 2006 um das International Community Engagement Program erweitert, mit dessen Hilfe Musikern die Möglichkeit gegeben wird, ihr Bewusstsein und Verantwortungsgefühl zu schärfen und sie angeleitet werden, mittels direkten Erfahrungen ihre Kommunikationsfähigkeit zu entwickeln.


International Community Engagement Program 2007: Kambodscha

Musikalische gemeinnützige Arbeit umfasst Projekte in Schulen, Workshops vor oder nach Konzerten, Konzerte, bei denen das Publikum aktiv einbezogen wird, und jede weitere Form der Verbindung von Menschen durch die Musik.

MUSIC SHARING erweiterte seinen Wirkungskreis 2006 in ein weiteres asiatisches Land mit dem ersten International Community Engagement Program in Vietnam. In diesem Jahr wird das Programm in Kambodscha organisiert. Die MUSIC SHARING-Präsidentin Midori und ausgewählte junge Musiker werden sich zu Ensembles formieren und in Schulen, Krankenhäusern und anderen kambodschanischen Institutionen auftreten, auch in ländlichen Gegenden, in denen westliche klassische Musik selten live aufgeführt wird. Bei ihren Auftritten in Kambodscha werden Midori und die anderen Musiker von Studenten der Royal University of Fine Arts Phnom Penh und anderen jungen kambodschanischen Künstlern begleitet.

Das International Community Engagement Program 2007 wird von MUSIC SHARING mit Unterstützung des Japan Team of Young Human Power präsentiert, zudem haben das kambodschanische Ministerium für Kultur und Kunst, die Royal University of Fine Arts Phnom Penh, die japanische Botschaft in Kambodscha und andere Organisationen ihre Unterstützung angeboten.


Daten für das International Community Engagement Program, Kambodscha 2007 (at June 12, 2007): 15.-28. Dezember 2007 (Dieser Zeitraum beinhaltet Proben in Tokyo)

Anschlussprojekte
Anfang Juni 2008 treten die Teilnehmer des International Community Engagement Program Kambodscha in mehreren Konzerten/Konferenzen in Japan auf, in denen sie ihre Erfahrungen aus Kambodscha an die Öffentlichkeit, professionelle Musiker und Journalisten weitergeben können.

NPO MUSIC SHARING
Kudan Ocean Bldg., 3F, 3-3-6, Nishikanda, Chiyoda-ku, Tokyo, 101-0065, Japan
Tel: +81-3-3261-1855 Fax: +81-3-3261-1856
E-Mail: musicsharing@dolphin.ocn.ne.jp
URL: http://www.musicsharing.jp/

Präsiedentin: Midori Goto
Vize-Präsidentin: Setsu Goto
Vorstand: Taisuke Ohnishi, Sigeaki Kuroki, Joji Saeki, Mitsunori Sano, Sei-ichi Shima, Kazuya Masaki

   
 
 
http://www.musicsharing.jp/e_cambodia.html
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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  Community Engagement Program 2007 - Kambodscha
Bewerbungsrichtlinien

Allgemeine Information:

Kambodscha Tourdaten: 19.-28. Dezember 2007

Die Proben beginnen am 15. Dezember in Tokio
Es werden auch Teilnehmer f?r Konzerte/Konferenzen in Japan Anfang Juni 2008 gesucht (die genauen Daten werden noch bekannt gegeben)

Besetzung: Violine, Viola, Violoncello (je ein Spieler, mit Ersatz)

Wir richten uns an Bewerber jeglicher Nationalität mit Geburtsdatum zwischen dem 1. Dezember 1972 und 1. Dezember 1987. Sie sollten einige Auftrittserfahrung (Solo und Kammermusik) vorweisen können und ein starkes Interesse an gemeinnütziger Arbeit mitbringen (Ehrenämter, Outreach-Arbeit).

Geb?hren und Auslagen:
Es wird keine Anmeldegebühr erhoben.
Das Community Engagement Project in Kambodscha ist eine gemeinnützige Arbeit und die Teilnehmer erhalten keine Auftrittshonorare. Unterkunft in Tokio während der Proben vor der Tournee, für die Konzerte/Konferenzen im Juni 2008, Reisekosten zwischen Japan und Kambodscha sowie lokale Transfers und Unterkünfte werden von MUSIC SHARING getragen.
Für Reisekosten nach Tokio für die Kamboscha-Tour und die Konzerte/Konferenzen im Juni 2008 sind begrenzte Zuschüsse erhältlich und werden je nach Bedarf bei der Bewerberauwahl zugewiesen.

MUSIC SHARING hat das unbegrenzte Recht an jeglichen Aufnahmen sowie sämtlichen nationalen und internationalen Medienübertragungen aller Aktivitäten und Präsentationen.

Bewerbungen per E-Mail sowie unvollständige Bewerbungen werden nicht bearbeitet.

MUSIC SHARING ist nicht für verlorengegangene oder beschädigte Bewerbungen haftbar.

Alle Bewerbungen werden vom Projektkomitee bewertet und vertraulich behandelt.

Das Kommittee behält sich das Recht vor, zusätzliche Informationen über die Bewerber einzuholen.

Die Entscheidung des Komittees ist endgültig.

Alle Bewerber werden über ihre Aufnahme bzw. Ablehnung informiert.

Bewerbungsablauf

Die vollständige Bewerbung muss MUSIC SHARING spätestens am Freitag, den 6. Juni 2007 erreicht haben.

Später eingehende Bewerbungen werden nur dann berücksichtigt, wenn es zu einem Nachrückverfahren kommen sollte.

Anlagen
1. Mitschnitt einer kürzlich erfolgten Aufführung (CD-R, DAT oder MD) von:

A. Zwei kontrastierenden Sätzen aus einem Bach Solo-Werk
B. Erstem und Zweitem Satz einer Standard-Sonate mit Klavierbegleitung
C. Einen selbstgewählten Werk (Dauer: bis zu 10 Minuten)
D. Zwei kontrastierenden Sätzen aus einem Streichtrio oder -quartett

Wiederholungen sind auszulassen. Repertoire und Aufführung sollten das derzeitige Leistungsniveau zeigen. Die Auswahl per CD erfolgt anonym. Es wird keine Bewertung der CD abgegeben.

2. Zwei Empfehlungsschreiben.

3. Biographie oder curriculum vitae.

4. Essay (japanisch oder englisch) über die Bedeutung der gemeinnützigen Arbeit für einen Musiker.

5. Absichtserklärung (japanisch oder englisch).

6. E-Mail-Adresse und Telephonnummer, unter der der/die Bewerber/in zwischen dem 6. und 31. Juli 2007 für ein kurzes Gespräch zu erreichen ist.

Die Bewerbungsunterlagen können nicht zurückgeschckt werden.


Ergebnis:

Die Ergebnisse werden ca. am 1. August 2007 schriftlich verkündet.


ALLGEMEIN:

Bewerbung & Anfragen:
NPO MUSIC SHARING
Kudan Ocean Bldg., 3F, 3-3-6, Nishikanda, Chiyoda-ku, Tokyo, 101-0065, Japan
Tel: +81-3-3261-1855 Fax: +81-3-3261-1856
E-Mail: musicsharing@dolphin.ocn.ne.jp
URL: http://www.musicsharing.jp/

     
 
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  Music Sharing expandiert

Midoris Music Sharing wird seine Programme 2006 erweitern. Das erste internationale Community Engagement wird in Vietnam stattfinden. Midori, die Präsidentin von Music Sharing, wird zusammen mit jungen Musikern und Musikerinnen, die durch Vorspielen ausgesucht werden, ein Ensemble bilden und in Schulen, Krankenhäusern und anderen Institutionen in Vietnam spielen. Sie werden auch in ländlichen Gegenden, wo die Menschen wenig Gelegenheit haben, Konzerte zu hören, auftreten.

Während der öffentlichen Auftritte von Midori und dem Ensemble werden die Musiker von Studenten der nationalen Konservatorien in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt begleitet. Durch dieses Programm sollen die teilnehmenden jungen Musiker ermuntert werden, ihren Horizont zu erweitern und mehr über solch großflächige Interaktion erfahren.

ICEP 2006 wurde durch die Zusammenarbeit mit dem vietnamesischen Kultur- und Informationsministerium, dem Hanoier Musikkonservatorium, dem Ho nationalen Musikkonservatorium in Ho-Chi-Minh-Stadt und anderen Organisationen ermöglicht. Bitte beachten Sie, dass die Bewerbungsfrist bereits abgelaufen ist.

Hier finden Sie weitere Informationen

Mehr Informationen finden Sie hier: http://www.musicsharing.jp/index_en.html (Webseite ist auf Englisch)
     
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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  Mit dem Seminar Bridging Music and Youth öffnet das Midori Center for Community Engagment an der University of Southern California`s Thornton School of Music seine Pforten

Vom 25. bis zum 27. Juni 2006 findet das erste Seminar des Midori Center for Community Engagement an der University of Southern California`s Thornton School of Music statt. Unter dem Titel Bridging Music and Youth richtet sich die Veranstaltung sowohl an professionelle Orchestermusiker der Vereinigten Staaten und Mitglieder aktiver Kammermusikensembles, wie auch an Musikstudenten, Hochschulabsolventen und junge Kammermusikensembles.

Weitere Informationen hierzu finden sie unter www.usc.edu/music/MidoriCenter
     
 
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  Jugendorchester in South Dakota und Iowa für das Orchester Residencies Programm 2007/2008 ausgewählt

Das Orchester Residencies Programm freut sich, die ausgewählten Orchester für die Saison 2007/2008 bekanntgeben zu können: Es sind das South Dakota Symphony und das Sioux Falls Empire Youth Orchestra in South Dakota sowie das De Moines Symphony und das Greater Des Moines Youth Symphony Orchestra in Iowa.

Diese herausragenden Orchester erfüllten eine Vielzahl von Kriterien und wurden aufgrund dessen von einer unabhängigen Jury ausgewählt.

Im Frühling 2008 wird Midori jeweils fünf bis sieben Tage in Sioux Falls (South Dakota) und Des Moines (Iowa) verbringen, um intensiv mit den Jugendorchestern dort zu arbeiten.

Darüber hinaus wird sie mit den ansässigen Orchestern auftreten und an unterschiedlichen örtlichen Weiterbildungsprogrammen und Outreach-Projekten teilnehmen.
(Mai 2006)
     
 
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Orchester Residencies Programms startet im Herbst in Alaska

Im Oktober 2004 startete Midori über einen Zeitraum von 10 Tagen ihr neustes Projekt, das Orchester Residencies Programm (ORP), mit Besuchen beim Fairbanks Symphony und beim Anchorage Symphony Orchestra.

Ziel des Programms ist die Stärkung der Verbindung zwischen Orchestern und ihren örtlichen Jugendorchestern, sowie auch die Etablierung von Beziehungen zwischen Künstlern, der Verwaltung und Organisation und ihren Gemeinden. Orchester müssen sich für dieses Programm bewerben und eine Reihe von Bedingungen erfüllen, zu denen auch der Nachweis einer längeren Verbindung mit dem lokalen Jugendorchester gehört. Die Teilnehmer werden jedes Jahr durch ein unabhängiges Komitee ausgewählt.

Für die erste Orchester Residency wurden das Fairbanks Symphony und das Anchorage Symphony Orchestra aufgrund einer Empfehlung bezüglich ihrer Verbindung zum örtlichen Jugendorchester ausgesucht. In Zukunft werden Orchester dazu eingeladen, sich für eine Residency zu bewerben.

Am 10. Oktober führte Midori Konzerte von Beethoven und Tschaikowsky mit dem Fairbanks Symphony auf. Zusätzlich arbeitete sie mit dem Fairbanks Youth Symphony am ersten Satz aus Mendelssohns Violinkonzert. Besuche an Schulen und bei der Stadtverwaltung sind geplant, um für die darstellenden Künste zu werben und das Bewusstsein für die Bedeutung von musikalischer Erziehung zu fördern.

Nach ihrem Besuch in Fairbanks, brachte ein weiteres ORP Midori nach Anchorage, wo sie am 15. Oktober mit dem Anchorage Symphony Orchestra in ihrem Eröffnungskonzert der Saison Sibelius' Violinkonzert spielte. Mit dem Anchorage Jugendorchester arbeitete sie intensiv an Bruchs Violinkonzert und traf sich mit Angehörigen und Vorstandsmitgliedern des Orchester. Die Veranstaltungen in Anchorage sollen auch dazu dienen, Bildung und Erziehung im Bereich der Künste in örtlichen Institutionen und in der Gemeinde generell zu fördern.

Viele weitere Aktivitäten sind sowohl in Fairbanks als auch in Anchorage geplant, darunter Meisterklassen, Aufführungen in Schulen mit Mitgliedern der Jugendorchester, Pizza-Parties, öffentliche Diskussionsrunden und sogenannte „Potluck Dinner".

Die nächste Orchester Residency wird im Mai 2005 beim Duluth Symphony Orchestra stattfinden, wo Midori sich Brahms' Violinkonzert widmet.

Für weitere Informationen über das Orchestra Residencies Programm kontaktieren Sie bitte:

228 West 71st Street
Suite 15-I
New York, NY 10023
(212) 579 48 98
Ansprechpartner: Kelly Gehrs
kagehrs@earthlink.net

     
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Music Sharing 2004

Obwohl Midoris Tournee mit ihrer gesetzlich anerkannten „non-profit" Organisation Music Sharing 2004 von außergewöhnlich heißem Wetter geplagt war, war sie dennoch ein großer Erfolg. Die Tournee begann Mitte Mai — eigentlich ein milder Monat in Japan, doch in diesem Jahr bereits sehr sommerlich. Sie endete Anfang Juli auf dem Höhepunkt einer alle Rekorde brechenden Sommerhitze.

Im Rahmen des diesjährigen Lecture Concert Programm besuchten Midori und ihr Klavierpartner Koji Oikawa 12 Grundschulen und vier besondere Bildungsinstitute, wo sie Konzerte mit klassischer Musik gaben und über 3500 Kinder aus dem ganzen Land zu Gesprächen animierten.

Auf der kleinen Insel Ishigaki über 1200 Meilen von Tokio entfernt im Ostchinesischen Meer traten Midori und Koji in einer Institution für geistig behinderte Kinder auf. In der Grundschule in Kobe, die für die Opfer, die durch das Erdbeben im Jahre 1995 obdachlos wurden, als Unterkunft diente, wurden sie von vielen strahlenden Gesichtern empfangen. Midori und Koji konzertierten auch für Schüler der kleinen Grundschule nahe des Flusses Shimanto im Osten der Insel Shikoku, wo man nachts noch Leuchtkäfer am Flussufer sehen kann. Ihr Programm umfasste Werke von Mozart, Wieniawski, Prokofjew, Bach, Dvorak und Liszt.

Beide Künstler genossen es auch, durch das Orchestra Visits Programm, das zur gleichen Zeit wie die Lecture Concerts stattfand, in zahlreichen Städten Japans viele junge Musiker aus Jugendorchestern zu treffen. Über 500 Mitglieder aus 10 Jugendorchestern freuten sich über den Austausch von musikalischen Ideen mit Midori und Kojio: „Ich war von Midoris Spiel tief berührt. Als Midori mit uns sprach, gab sie uns sehr ausführliche Antworten. Es war das schönste Erlebnis meines Lebens, das ich niemals vergessen werde", sagte Kyoko Horiuchi, ein 13jähriger Geiger des Hikone Joy Junior Orchestra.

In diesem Jahr startete Music Sharing in Kooperation mit den Bildungsabteilungen mehrerer japanischer Universitäten ein neues Programm. Das Programm richtet sich an auszubildende Lehrer, besonders im Bereich der Musikerziehung, und soll die Untersuchung der aktuellen Bildungssituation und die Diskussion um die Teilnahme von Studierenden in diesem Bereich fördern. Midori teilte ihr Wissen und ihre Erfahrungen im Bereich Bildung und Erziehung in den USA und Japan mit 200 Studierenden aus vier Universitäten. Es ist das Ziel von Music Sharing, mit der Weiterführung und Ausweitung dieser ersten Veranstaltungen das College Programm über die nächsten Jahre zu einem ausgereiften Teil von Music Sharing zu machen.

Bei den Konzerten extra für Kinder und ihre Familien in Tokio und Osaka, zwei herausragende Adressen für traditionelle japanische Musik, traten Ms. Kazue Sawai, eine renommierte Kotospielerin (ein Instrumente chinesischer Herkunft) und Mr. Ko Ishikawa, ein Imperial Court Music player, gemeinsam mit Kollegen auf und luden ihr Publikum ein, in eine gänzlich fremde Welt einzutauchen, in das antike Japan, als Menschen ein leichteres Leben ohne Sorgen über die Zeit führten. Midori und Koji spielten Suks Burleska, Milhauds Le Printemps und Sindings dramatische Suite im alten Stil.

Im kommenden November werden Ms. Sawai und ihr Ensemble sowie Mr. Ishikawa und seine Kollegen im Rahmen des traditionellen japanische Music Lecture Concert offiziell das Koto und das Gagaku Programm an jeweils 12 Grundschulen und vier weiteren Institutionen innerhalb Japans, wo Midori und Koji Oikawa diesen Sommer ihre Lecture Concerts gaben, präsentieren.

Toshio Hashimoto, Direktor
Music Sharing

 
Lecture Concert Programm
   

Orchestra Visits Programm
   

College Programm
   

Konzerte für Kinder und ihre Familien
   
 
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Midori gibt Meisterkurs in Tokio, 26. Dezember 2004

Im Rahmen ihres Projekts zu zeitgenössischer Musik, das im Dezember 04 sowie im Januar 05 zwölf Konzerte in Japan umfasst, gibt Midori einen Meisterkurs in Tokio.

Datum:
Sonntag, 26. Dezember 2004 (15 bis 19 Uhr)

Ort:
Tokyo Opera City (Großer Proberaum)

Teilnahmebingungen:
Der Kurs richtet sich an Geigenstudenten aller Nationalitäten auf professionellem Niveau und im Alter von 16 bis 25 Jahren. Bewerbungen können zwischen dem 13. September und dem 12. November 04 eingereicht werden.

Bei Bewerbung fällt eine Anmeldegebühr von 2000 Yen an, die nicht zurückerstattet werden kann. Alle Bewerber werden gebeten, Informationen über ihren musikalischen Werdegang sowie eine Aufnahme (CD, MD oder DAT) des für den Kurs ausgewählten Werkes (aus der untenstehenden Liste) sowie zwei gegensätzliche Sätze aus einem Standardwerk (Konzert/Sonate) einzureichen.

Repertoireliste für den Meisterkurs:
Das Stück, das im Rahmen des Meisterkurses vorgetragen wird, muss aus den folgenden Werken ausgewählt werden, die Midori und Robert McDonald während ihrer Rezital-Tournee in Obihiro, Mibu-cho, Osaka, Sapporo, Niigata und Tokio spielen werden.

Judith Weir: Musik für 247 Streicher (1981) (erschienen bei Novello)
Isang Yun: Violinsonate Nr. 1 (1991) (erschienen bei Bote&Bock)
Alexander Goehr: Suite für Violine und Klavier Op. 71 (2000) (erschienen bei Schott)
György Kurtág: Tre Pezzi per violino e pianoforte, Op. 14e (1996) (erschienen bei EMB)
Witold Lutoslawski: Partita (1984) (erschienen by Chester)

Zusatzinformationen:
Die Bewerber werden gebeten, für ihre Begleitung am Klavier selbst zu sorgen und ihr eigenes Notenmaterial mitzubringen. Erhältlich sind die Noten im Internet über die Websites der Verlage oder über den YAMAHA Music Store in Ginza (Tel.: +81 3-3572-3136). Zudem sind alle Bewerber für die Organisation der An- und Abreise sowie für Ihre Unterkunft selbst verantwortlich.

Fur weitere Informationen, auch für die Bankverbindung, auf die die Antragsgebühr überwiesen werden kann, kontaktieren Sie bitte:

OFFICE GOTO CO., LTD.
2-5-18-501, Kojimachi,
Chiyoda-ku, Tokyo
102-0083 Japan
Tel: 03-3262-8582
Fax: 03-3262-8634

     
 
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Music Sharing 2003

Die staatlich anerkannte gemeinnützige Organisation „Music Sharing" ist seit der Übernahme durch die Midori Foundation Tokyo Branch diesen Sommer auch in Japan im Bereich Musikerziehung tätig.

Die „Music Sharing" Tournee begann mit zwei Konzerten für Kinder und ihre Familien in Tokio (29. Juni in der Tokyo Opera City Takemitsu Memorial und 6. Juli in der NHK Osaka Hall). Zum Auftakt der sogenannten „Hogaku" Lecture Concerts — Konzerte mit Vorträgen rund um traditionelle japanische Musik, bei denen Künstler auf Originalinstrumenten spielen — stellte Midori zwei renommierte Künstler aus diesem Bereich vor: Kazue Sawai (Koto) und Ko Ishikawa (Sho). Zwischen Midoris Darbietungen von Paganinis La Campanella, Griegs Violinsonate Nr. 3, Amy Beachs Romance und Sarasates Zapateado mit Koji Oikawa, trugen Sawai und Ishikawa die bekanntesten Stücke der traditionellen japanischen Musikliteratur vor.

Schon eine Stunde vor Konzerbeginn durfte das Publikum die verschiedenen Koto- und Gagaku-Instrumente selbst ausprobieren. Die Konzerthalle verwandelte sich in einen musikalischen Jahrmarkt als Kinder und Eltern unter der fachmännischen Anleitung der Künstler die traditionellen Instrumente sichtlich begeistert testeten. Und der Saal wurde mit dem Klang von Instrumenten und Lachen erfüllt.

Für Frau Sawai, Herrn Ishikawa und ihre Kollegen standen danach jeweils drei weitere Hogaku Lecture Concerts in Grundschulen Tokios, Osakas und Kiotos an. Das 60-minütige Programm umfasste musikalische Darbietungen, Publikumsgespräche und eine ausführliche Erklärung der Instrumente. Alles, von der Musik über die Instrumente bis hin zu der Kleidung der Künstler (Gagaku), war für die meisten der Kinder (und auch für die meisten Lehrer) neu, und sie zeigten sich von dieser einzigartigen, glanzvollen Klangwelt fasziniert. Die Hogaku Lecture Concerts werden von nun an zum offiziellen Programm von „Music Sharing" gehören.

Auch Midori selbst hatte mit Lecture Concerts und Orchesterbesuchen einen vollen Terminplan. Im Juni und Juli besuchten sie und Ihr Klavierpartner Koji Oikawa elf Grundschulen, fünf Institutionen und ein Krankenhaus und spielten insgesamt vor mehr als 4000 Kindern. Die Lecture Concerts boten Kindern die Möglichkeit, an einfachen Rhythmusspielen teilnehmen. Da gibt es zum Beispiel das Nachrichtenspiel, bei dem ein kurzes rhythmisches Pattern durch Schulterklopfen von einer zur anderen Person weitergegeben wird. Hierbei kommt es auf Schnelligkeit und Präzision an. Durch die Hinzunahme weiterer Rhythmuseinheiten entsteht dabei ein kleines rhythmisches Kunstwerk. Mit dem Spiel soll die aktive Teilnahme der Kinder in den Lecture Concerts gefördert werden — mit Erfolg, wie die enthusiastische Reaktion der Kinder beweist.

Ihre Orchesterbesuche führten sie zu acht Jugendorchestern mit über 700 Musikern in Japan. Für die Auftritte Midoris und Koji Oikawas bedankten sich die Orchester ihrerseits mit lebendigen, leidenschaftlichen Konzerten. Dieser musikalische Austausch wurde gefolgt von Diskussionen, in denen Mitglieder der Orchester zu Übungsmethoden und Musizieren Fragen stellen konnten. Schon jetzt erreichen lange Briefe und E-Mails von Kindern das Projekt, die begeistert ihre Eindrücke von den Konzerten und Programmen schildern.

Toshio Hashimoto, Director
Music Sharing

 
       
   
       
   
       
   
 
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Das Midori Goto Universitäts- Residency Programm an der North Park University 2003 - 2004

von Tom Zelle

Die amerikanisch - japanische Violinistin Midori Goto hat im Herbst 2003 mit dem University Residency Programm ein Projekt ins Leben gerufen, das in seiner Natur und Zielsetzung einzigartig ist. Neben einem vollen Terminkalender, der außer Solo - und Kammermusikauftritten in der ganzen Welt schon verschiedene musikpädagogische Programme und Meisterklassen verzeichnet, wird Midori alljährlich in Zukunft an verschiedenen amerikanischen Universitäten zu Gast sein.
Das University Residency Programm ist somit eine Ausweitung ihrer interdisziplinären und musikpädagogischen Initiativen, wie zum Beispiel das Programm „Midori & Friends".

Das Projekt sieht eine zweijährige Zusammenarbeit mit wechselnden Universitäten oder Colleges vor. Das Programm startet jährlich, so dass Midori jedes Jahr mit zwei verschiedenen akademischen Einrichtungen arbeitet. Die North Park University in Chicago/Illinois war 2003 die erste Universität, 2004 wird es die University of Wisconsin sein. Nach ausführlichen Vorgesprächen und Planungen werden für jede Universität eigene inhaltliche Schwerpunkte festgelegt, die den individuellen Gegebenheiten und Möglichkeiten der jeweiligen Institution entsprechen. Auch wenn der Verlauf der Arbeit mit und an der North Park University als eine Art Prototyp für das ganze Programm angesehen werden kann, so bieten alle zukünftigen Programme eine Vielfalt an neuen und anderen Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Diese besteht in der Regel aus zwei einwöchigen Gastaufenthalten, zwischen denen ein Jahr liegt. Das Programm geht damit weit über die Möglichkeiten eines normalen Meisterkurses hinaus. Von Midori geladene Gastkünstler ergänzen ihre Arbeit ebenso wie interdisziplinäre und zum Teil auch nicht-musikalische Aktivitäten.

Im November 2003 begann Midoris erster Besuch an der North Park University, zu dem sie den an der New Yorker Juilliard School of Music unterrichtenden Pianisten Jonathan Feldman mitbrachte, der sich in der Hauptsache den Studierenden der Gesangsklassen der Universität sowie den Studierenden Pianisten im Fach Kammermusik (Klavierbegleitung) widmete. Der Schwerpunkt der gemeinsamen Woche bestand in der Vorbereitung eines Konzertes mit den Studenten. Während Jonathan Feldman ausgewählte Sänger/innen begleitete und auch zusammen mit Studierenden die Klaviersonate für Vier Hände (1918) von Francis Poulenc vortrug, arbeitete Midori vor allen Dingen mit den Streichern der Universität, mit denen sie das Streichquartett Nr. 8, Opus 110, von Dmitri Schostakovich im Konzert vortrug.

Für jeden Satz des Quartetts wurde trotz der angegebenen Attaca -Übergänge die Besetzung gewechselt, um möglichst vielen StudentInnen die Möglichkeit zu geben, mit Midori zusammen zu arbeiten. Vorher hatte das Sinfonieorchester der Universität die Bearbeitung des Streichquartetts für Streichorchester erarbeitet und im Konzert vorgetragen. Diese Wahl des Repertoires führte dazu, dass alle StudentInnen des Orchesters mit dem Streichquartett von Dmitri Schostakovich von Anbeginn detailliert vertraut waren und somit die Probenarbeit und das Konzert mit einer viel größeren Bewußtheit erleben konnten. Alle beteiligten StudentInnen hatten sich außerdem mit den Lehrkräften der Fakultät lange und intensiv auf das Programm vorbereitet. Die Stücke wurden nicht nur in den Instrumental- und Kammermusikklassen durchgenommen, sondern auch in den Musikgeschichtsseminaren und den theoretischen Fächern. Midori und Jonathan Feldman arbeiteten auch mit dem Cellisten Wei Yu, der mit den beiden Künstlern die Brahms Sonate in F Dur (Opus 99) sowie die Sonate für Violine und Cello von Maurice Ravel vortrug. Die meisten Proben waren öffentlich und wurden von einem breiten Publikum von innerhalb und außerhalb der Universität besucht. Das abschließende Konzert war für alle ein tief greifendes Erlebnis von bleibender Dauer.

Midori verbrachte die ganze Woche auf dem Campus der Universität, was nähere Kontakte ermöglichte - sei es in der Mensa, bei Essenseinladungen durch die StudentInnen oder auch in einem Gottesdienst, in dem sie ein Solostück vortrug. Daneben nahm sie an zahlreichen anderen Lehrveranstaltungen teil. Sie besuchte eine Designklasse, in der Musikinstrumente aus anderen Kulturkreisen nachgebaut wurden und nahm an einem Seminar mit feministischen Themen teil. Auch die an der North Park University wichtigen Dialogklassen, in denen streng interdisziplinär geistig philosophische Grundfragen diskutiert werden, konnten von ihrer Anwesenheit profitieren. Darüber hinaus fand sie noch Zeit verschiedene, der Universität lose verbundene Gruppen, wie zum Beispiel Pädagogen aus Chicago, zu treffen und die so genannten „community" und „outreach" Projekte der Universität zu unterstutzen. Dort wird in freiwilliger Arbeit benachteiligten Menschen in den unterschiedlichen Stadtteilen von Chicago auf verschiedenste Art geholfen. Die Woche endete mit einem Kammerkonzert von Midori und Jonathan Feldman. Auf dem Programm standen die Sonaten von Paul Hindemith (Opus 11/1), Johannes Brahms (Opus 78), Johann Sebastian Bach (BWV 1015) und Camille Saint Saëns (Opus 75). Midori und Jonathan Feldman gaben den Erlös ihres Kammerkonzertes an die verschiedenen Hilfsprogramme der Universität weiter.

Midori wird, dann zusammen mit dem Pianisten Robert McDonald, im November 2004 wieder an die North Park University zurückkehren. Die genauen Planungen für die Woche sind noch offen. Fest aber stehen verschiedene Konzerte. Angedacht sind auch unkonventionellere Programmpunkte. So ist zum Beispiel ein kleines Theaterstück geplant, in dem es um Phänomene der Musikgeschichte geht. Die Studierenden werden das Stück schreiben und zusammen mit Midori aufführen und dabei musikalische Passagen mit dramaturgischen Sequenzen koppeln. Ein eigenes Kammerkonzert von Midori mit Robert McDonald wird auf jeden Fall stattfinden, dessen Erlös wiederum einem sozialen Zweck zufließt.

Hinzu kommt als Abschluss ein drittes Konzert, in dem Midori mit dem North Park University Symphony Orchestra zusammen spielen wird. Es sollen dabei zwei Violinkonzerte erarbeitet werden, wahrscheinlich die von Ludwig van Beethoven, Opus 61, und von Jean Sibelius, Opus 47. Für dieses Konzert werden hoch begabte Schüler und Schulerinnen von ausgewählten High Schools aus der Region Chicago dazu eingeladen, an den Proben und dem Konzert teilzunehmen. Dies ist besonders für die North Park University relevant, da ein Schwerpunkt der Musikfakultät die Ausbildung von SchulmusikerInnen ist. Hier soll eine dauerhafte Zusammenarbeit zwischen der Schulmusikabteilung und den High Schools in Chicago begründet werden.

Es war für alle Beteiligten inspirierend mit einer Künstlerin von Weltniveau zu arbeiten. Die großen künstlerischen Qualitätsunterschiede bildeten keinen Graben, den viele vielleicht erwartet oder befürchtet hatten. Gleichzeitig wurden aber alle MusikerInnen stark gefordert und schließlich über ihre eigenen Grenzen geführt. Besonders die Gruppe, die das 8. Streichquartett von Dmitri Schostakovich erarbeitet hat, bestand aus Musikern verschiedenster Alters- und Qualitätsstufen. Alle Beteiligten wurden stets von Midori gleichermaßen gefordert und schließlich über ihre eigenen individuellen Grenzen hinausgeführt. Das Wachstum des Ensembles war bemerkenswert. Die Erfahrungen, dass eine menschliche Begegnung wichtiger sein kann, als das Hervorheben von wettbewerbs- orientierten Vergleichen und Beurteilungen und dass in der Musik ein tief menschliches Geben und Erleben unabhängig vom technischen Können stattfinden kann, werden für viele der StudentInnen in ihren musikalischen Berufslaufbahnen richtungweisend bleiben. Die Arbeit mit Midori hatte allen deutlich gezeigt, dass Musik nicht nur etwas mit klanglicher Schönheit als ästhetisches Ziel zu tun hat, sondern eben gerade auch Bereiche berühren und wachsen lassen kann, die über das rein Sinnliche weit hinausgehen. Das Wachstum der beteiligten Musiker und Musikerinnen war bemerkenswert. Auch in Bezug auf Pünktlichkeit, Disziplin und Willenskraft war Midori allen ein Vorbild. Nicht eine Minute wurde verschenkt oder vergeudet. Diese glückliche Kombination von Intensität, Ernsthaftigkeit und liebenswert pädagogischer Zuwendung erschienen ideal und in der heutigen Zeit besonders kostbar. All diese Erfahrungen werden in den StudentInnen wachsen und in der Zukunft, wenn sie selbst einmal Verantwortung im Unterricht oder einem Ensemble tragen werden, weitergegeben werden.

 
Midori mit NPU Studierenden nach einer Schokoladen-Fondue Party.
   
   
   

Künstler versammeln sich auf der Bühne nach dem Konzert am 13. November, welches aus einer Zusammenarbeit von studierenden Musikern und Sängern mit Midori und Jonathan Feldman entstand.
   

In einem 3-D Art Design Seminar, in dem Studierende Musikinstrumente konstruieren.
   
 
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Partners in Performance

Nach Konzerterminen in Nordamerika, einer University Residency in Chicago und Recitals in New York, Deutschland und in der Schweiz hat sich Midori eine Woche für die Einweihung eines neuen Projektes genommen, das ihr sehr am Herzen legt.

Als Midori am 22. Oktober 2001 mit dem mit 50 000 $ dotierten Avery Fisher Preis ausgezeichnet wurde, investierte die Geigerin das Preisgeld in das von ihr gegründete Projekt Partners in Performance.

Im Rahmen dieses Projektes arbeitet Midori mit verschiedenen Institutionen und Konzertveranstaltern zusammen, die nicht zu den bereits etablierten Spielstätten der USA gehören. Ein besonderes Anliegen des Programms besteht darin, den Dialog zwischen Künstlern und Publikum zu fördern, z. B. mit Publikumsgesprächen nach den Konzerten oder öffentlichen Interviews. Die Erlöse der Konzerte kommen der Finanzierung und Unterstützung von ausgewählten Projekten zu Gute. Midori hofft, jedes Jahr mehrere Konzerte in der Partners in Performance-Reihe geben zu können und dadurch auch andere Künstler zu ermutigen, an dem Projekt teilzunehmen. Ziel ist es, so viele Institutionen wie möglich zu fördern.

Partners in Performance Projekt steht unter zwei Prämissen:
Zum einen geht es den Mitwirkenden darum, das Interesse an Kammermusik außerhalb der musikalischen Metropolen mit ihren etablierten Veranstaltungshäusern zu wecken. Zum anderen erhofft sich Partners in Performance durch die Zusammenarbeit von lokalen Konzertanbietern und renommierten Künstlern, das Interesse des Publikums dort nicht nur für diese, sondern auch für weitere künstlerische Projekte zu wecken.

In der ersten Novemberwoche wird sich Midori ganz dem Projekt widmen und Recitals für „Friends of the Arts in Plymouth, NH (www.friends-of-the-arts.org), dem „Chandler Center for the Arts in Randolph", VT (www.randolphvt.com) und „Algonquin Arts in Manasquan, NJ (www.algonquinarts.com) geben.

Alle drei Veranstalter freuen sich auf die Zusammenarbeit in der Eröffnungssaison der Partners in Performance. Der Erlös des Ticketverkaufs sollen unterschiedlichen Projekten zu Gute kommen: dem Aufbau einer musikalischen Partnerschaft mit dem lokalen State College, dem Ausbau einer neuen Orchesterreihe sowie der Unterstützung einer monatlichen Konzertreihe, die für ein generationsübergreifendes Publikum nachmittäglich stattfinden soll.

Ein Kerngedanke von Partners in Performance ist es, den Kontakt zwischen Künstlern und Publikum zu fördern - entweder mit einem Post-Concert-Talk, einem offenen Interview oder einem Empfang. Für ein Treffen zwischen Publikum und Midori und ihr Klavierpartner halten die oben genannten Gastgeber jeweils unterschiedliche Veranstaltungen bereit, die an das Recital mit Werken von Paganini/Liszt, Brahms, Bach und Saint-Saëns anschließen.

Midori wird nächstes Jahr bei einigen Recitals im Rahmen von Partners in Performence in den USA auftreten. Für die Zukunft erhofft sie sich, dass auch weitere Kollegen an ihrem Projekt teilnehmen werden.

„DAS ERSTE PIP KONZERT" von Charles Danziger

   



Logo designed by Charles Danziger
   
 
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MIDORI FEIERT 10-JÄHRIGES JUBILÄUM VON "MIDORI & FRIENDS" MIT EINER GALA:

Am 29. April versammelten sich Freunde und Gönner auf dem St. Regis „Roof" - dem obersten Stockwerk des St. Regis Hotels in der Fifth Avenue in New York - um das 10-jährige Jubiläum von „Midori & Friends" zu feiern. Für weitere Informationen über das Projekt „Midori & Friends", in dessen Rahmen Midori und andere Künstler sowie Ensembles kostenlosen Unterricht für unterprivilegierte Kinder aus New Yorks Schulen anbieten, klicken Sie bitte hier.

Der Gastgeber des Abends war Martin Bookspan, Veranstalter der Sendung „Live from Lincoln Center", der gekonnt von einem zum nächsten Programmpunkt des Abends überleitete:

Den Auftakt des Abends bildete ein Cocktailempfang, nach dem Midori und Pianist Peter Vinograde ein Programm mit Werken von Massenet, Schumann und Tschaikowsky präsentierten.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Verleihung des „Founder's Award" an Norio Ohga, Vorsitzender Emeritus von Sony, den er für sein persönliches und berufliches Engagement für „Midori & Friends" erhielt. Der Preis wurde von Midori verliehen und stellvertretend für Herrn Ohga von Sir Howard Stringer, Vorsitzender und CEO von Sony Amerika und Vizevorsitzender von Sony, entgegengenommen. In einem Brief schrieb der Preisträger: „Ich glaube daran, dass Musik eine unsichtbare Brücke zwischen den Herzen der Zuhörer und der Künstler entstehen lassen kann. Midori ist eine der wenigen jungen Geigerinnen, die das schafft. Lasst uns sie und ihre Projekte gemeinsam unterstützen." Hier anknüpfend betonte Sir Howard die Bedeutung musikalischer Erziehung und fügte hinzu: „In diesen Zeiten dramatischer Budgetkurzüngen in unserem Schulsystem brauchen wir Organisationen wie „Midori & Friends", die dazu beitragen, dass einigen von New Yorks Schulkindern, die sonst keinen Zugang zu kulturellen Bildungsprogrammen erhalten würden, eine musikalische Ausbildung ermöglicht wird. Es ist wichtig, dass sie Kunst lieben und schätzen lernen und aktiv am kulturellen Leben teilnehmen."

„Midori & Friends" nahm das 10-järhige Jubiläum außerdem dazu wahr, dem Gründungsmitglied und Chairman Emeritus Peter D. Lederer für seinen unermüdlichen Einsatz für das Projekt über die letzten Jahre besonderen Dank auszusprechen.

Dann wurde das Licht gedämpft und Gil Gilbert vermittelte den Gästen mit seinem Video, einer Zusammenstellung von Konzerten und Interviews mit Schülern und Lehrern in unterschiedlichen Schulen, einen unmittelbaren Eindruck davon, wie „Midori & Friends" verschiedene Projekte realisiert.

Als Überraschungsgäste traten dann drei Schüler der PS 160, einer Partnerschule in Jamaica, auf und präsentierten eine Auswahl an Jazzstücken fur Holzbläser. Die Schüler, Dwayne, Temitayo und Christian, nehmen seit drei Jahren an den Projekten von „Midori & Friends" teil und erhalten außerdem Musikunterricht durch das „Juilliard Music Advancement Program".

Zum Abschluss des Abends hielt der Vorsitzende von New Yorks Ministerium für Bildung, Joel Klein, eine Rede über die Bedeutung von Partnerschaften zwischen privatem und öffentlichem Sektor für das kulturelle Leben in New York. Schließlich legte er jedem ans Herz, sich zu fragen, wie jeder einzelne zu New Yorks Schul- und Bildungssystem beitragen kann.

 
   
   
   
 
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"ON LOCATION" IN LOS ANGELES
MIDORI definiert den Begriff 'Residency' neu

Midoris Residency beim Los Angeles Philharmonic im November 2002 war das dritte Experiment dieser Art des Orchesters, aber nach Worten des Executive Directors des Orchesters, Deborah Borda, von ganz besonderer Qualität: „Midori hat uns geholfen zu sehen, wie unsere Vision ausgebaut werden kann."

Die Residency von Midori wurde über zwei Jahre geplant. Während dieser Zeit haben Midori, Deborah Borda und Ed Yim, der Direktor für künstlerische Planung des Orchesters, Wege gesucht, den angestrebten Kundenkreis in Los Angeles zu erreichen und gleichzeitig Midoris breit gefächerte Interessen zu berücksichtigen. Midori erinnert sich: „Als ich zwei der obersten Administratoren des Orchesters erstmalig traf und wir Ideen darüber austauschten, was wir mit einer Mini-Residency erreichen könnten, war da erst wenig mehr als der Projektname. In der Tat klang das für mich ein bisschen nach Hollywood, mit wenig Inhalt (wie falsch habe ich da gelegen!). Ich wusste, was ich NICHT wollte: ein Schulkonzert wie bei meiner Arbeit mit Midori & Friends, ohne große Vor- und Nachbereitung und das Ganze dann ,Musik-Erziehung' nennen."

Der Kern einer eventuellen zehntägigen Residency waren zwei Abonnementsprogramme, bei denen Midori die Violinkonzerte von Sibelius und Barber drei oder viermal für das LAPO spielt. Die anderen Aktivitäten von ihr waren ungewöhnlicher. Sie beinhalteten:

- ein Benefiz-Kammerkonzert in der Colburn School mit Mitgliedern des LAPO und des amerikanischen Jugendorchesters zur Unterstützung der LAPO Bildungsabteilung;

- ein Nachbarschaftskonzert mit dem LAPO in der Wilshire United Methodist Church, in dem Midori im ersten Satz des Brahms Sextetts op. 18 mitwirkte und das Barber-Konzert spielte;

- ein Interview und Diskussion mit Verwaltung und Erziehern des Music-Centers Los Angeles;

- ein Meisterkurs für Studenten des Fachs Violine an der University of Southern California

- ein Besuch der Hamilton Akademie, einer Schule fur besonders begabte Kinder, wo Midori Mozarts Duo in B-Dur spielte und den Teenagern Fragen beantwortete;

- ein Konzert für LAPO Sponsoren, in dem Midori
Dvoøáks Terzett darbot und von Ms. Borda interviewt wurde;

- eine Pulikumsgespräch nach einem Konzert mit LAPO Musikdirektor Esa-Pekka Salonen, der Midori zu verschiedenen Aspekten ihres Lebens und ihrer Karriere befragte.

Robert Woodward, ein Geiger, der zusammen mit Midori das Terzett von Dvoøák spielte, beschrieb hinterher die Proben und zwei Konzerte als „den Höhepunkt meiner Kammermusikerfahrung. Ich erinnere mich, dass die erste Probe vier Stunden mit nur einer vierminütigen Pause dauerte. Am Ende fühlte sich mein Kopf wie zugekleistert an - während Midori zu einer anderen Probe ging. Ihre Belastbarkeit ist erstaunlich. Die anderen Proben waren nur 3 Stunden lang oder weniger, aber genauso unerbittlich. Ich wusste nicht, dass ich die künstlerische Qualität besaße, die Midori mit großer Geduld aus mir herausholte. Es war nicht Geduld in herablassender Weise, sondern eher der Glaube daran, die bestmögliche Aufführung zu erarbeiten, und nichts darunter. Ich wurde als gleichwertiger Partner behandelt, obwohl mein Spiel das nicht war! Mit Midori zu spielen war beinahe eine Erleuchtung."

Midori erinnert sich gut an die jungen Künstler: "Ich habe es sehr genossen, die jungen Musiker kennen zu lernen. Manchmal hatte ich in der Probe das Gefühl, dass ich das Maximum aus ihnen herausholte. Wir arbeiteten an einer Passage und sie waren schon dabei, weiterzugehen, aber ich sagte, lasst uns das noch einmal versuchen. Ich nehme mir solange Zeit, bis die Sache sitzt. Sie horten auf mich und ich bin ihnen sehr dankbar für ihre Geduld."

Und beim Community Konzert: „Alles vibrierte vor Aufregung. Diese Community Veranstaltungen sind sehr anrührend. Es scheint, dass uns ein weniger traditioneller Konzertaufbau alle besonders befähigt, von Musik berührt zu werden. Es war wunderbar, Teil einer solchen Erfahrung zu sein - und auch noch das Programmheft mitgestaltet zu haben."

In den Tagen und Wochen nach Midoris On Location Residency, erhielt das LAPO eine Menge Briefe von Abonnenten, Erziehern und Hamilton Akademy Schülern. Die Konzertbesucher waren begeistert, den langjährigen Gastkünstler persönlich kennen gelernt zu haben, die Lehrer waren beeindruckt davon, dass jemand von Midoris Format sich die Zeit nimmt, um mit ihnen so kenntnisreich und eindringlich über Musikerziehung zu sprechen. Die Schüler der Hamilton Akademie waren sowohl von Midoris Spiel inspiriert als auch durch die Geschichten beeindruckt, die sie ihnen erzählte und aus denen hervorging, dass sie zwar eine berühmte Künstlerin sei, aber trotzdem auch eine normale junge Frau.

 
Midori mit Executive Director des LAPO, Deborah Borda, und Esa-Pekka Salonen, Music Director des Orchesters.
Foto:Bob Millard
   

Midori und Esa-Pekka Salonen bei einem Nachbarschaftskonzert in der Wilshire United Methodist Church.
 
Foto:Bob Millard
   

Midori und ein junger Fan backstage.
 
Foto:Bob Millard
   
 
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Midori feiert 20jähriges Bühnenjubiläum und erhielt 2002 zwei wichtige Auszeichnungen

Gerade 31 Jahre alt, feiert Midori in der Spielzeit 02/03 ihr 20jähriges Bühnenjubiläum: Am Silvesterabend 1982 gab die damals erst 11jährige Geigerin auf Einladung von Zubin Mehta ihr Debüt mit dem New York Philharmonic Orchestra.
In ihrem Jubiläumsjahr möchte Midori bewusst zu Orchestern und Stätten zurückkehren, die ihre Karriere geprägt haben. So begann sie die Saison mit einer ausgedehnten Recitaltournee durch Japan, die ihre Fortsetzung bei einigen wichtigen Festivals in Europa fand, unter anderem beim Schleswig-Holstein Musik Festival, beim Rheingau Musik Festival, in Aldeburgh und bei den Salzburger Festspielen. Ebenfalls in Japan gab sie Konzerte in verschiedenen Städten des Landes unter der Überschrift „Total Experience", bei denen das Publikum mit in die Vorbereitungen einbezogen wurde und ein umfangreiches Rahmenprogramm die Konzerte begleitete. Im November feierte das Los Angeles Philharmonic die Jubilarin mit einer „On Location Residency" mit Konzerten (Leitung: Esa-Pekka Salonen), Workshops und anderen speziellen Veranstaltungen.

Später in der Saison folgen Gastspiele bei den großen Orchestern weltweit, unter anderem bei den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Bayerischen Staatsorchester, dem BBC Symphony, dem London Symphony, dem Orchestre de Paris, dem Los Angeles Philharmonic, dem Philadelphia Symphony, dem Boston Symphony Orchestra, dem New York Philharmonic und dem London Symphony Orchestra.

Auch Sony feiert Midoris Bühnenjubiläum: Im Juni 2002 veröffentlichte das Label eine CD mit dem Titel „French Sonatas" und im August desselben Jahres erschien das „Anniversary-Album" enthält neben einer Aufnahme von 1988 (Wieniawski, Violinkonzert Nr. 1) auch neuere Kammermusikaufnahmen.

Das schon von Ehrungen erfüllte Jahr wurde ergänzt durch den „Instrumentalist of the Year 2002"- Preis, der ihr von der Musical America International Directory of the Performing Arts verliehen wurde - diese wird gemeinhin als die Bibel der Musikbranche bezeichnet wird.
Diese Auszeichnung folgte kurz auf die Übergabe des begehrten Avery Fisher Preises zwei Monate zuvor. Beide Anerkennungen zeigen in ihrer Wichtigkeit, wie sehr sie von etablierten Künstlern anerkannt werden und sind als solche nicht nur in der professionellen Musikbranche, sondern auch unter den Musikern selbst sehr hoch angesehen.

     
 
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Universitäts-Residencies

Ziel:

Das Ziel der Residency ist es, die Beziehungen zwischen Künstlern, Fakultät, Studenten und der Universität zu stärken. Dabei wird besonderer Wert auf die unmittelbare Interaktion zwischen Schülern und Künstlern gelegt. Zudem geht es bei diesem Projekt darum, Orchester- und Kammermusik-Programme an den Hochschulen zu unterstützen. Im Rahmen einer Residency wird der jeweilige Künstler zwei Recitale geben.

Ablauf:

Insgesamt sind an einer Hochschule Besuche der jeweiligen Künstler an fünf bis acht Tagen vorgesehen, die sich über den Zeitraum von zwei akademischen Jahren erstrecken. In dieser im Vergleich zu einem normalen Meisterkurs erheblich längeren Zeitspanne liegt auch der Vorteil des Projekts, da hier eine intensivere Beziehung zwischen den Künstlern und der Universität entstehen kann.

Die Studenten agieren während der Residency der Künstler als aktive Partner. Dies beinhaltet auch die Planung und Koordination von Veranstaltungen, wie zum Beispiel Kammermusikabenden als Benefizkonzerte für Projekte und Organisationen der Studenten.

Möglichkeiten:

Viele Aktivitäten während der Residency fordern es von den Studenten, mehr als bloße Beobachter zu sein. Neben Meisterkursen gibt es viele Diskussionsrunden zu diversen Themen, von praktischen Tipps für eine Karriere bis hin zur richtigen Pflege der Instrumente.

Die Residency bietet zudem auch die Möglichkeit von Kammermusikprojekten mit Künstlern, Studenten und Fakultätsmitgliedern, die nicht zwingend zu einer öffentlichen Darbietung führen müssen. Auch das Universitätsorchester erhält die Gelegenheit, mit dem Gastkünstler zu spielen. Hierbei soll besonders gegen das problematische Vorurteil angegangen werden, das die Laufbahn des Orchestermusikers noch immer als zweitrangig einstuft.

Für alle Konzerte der gastierenden Künstler gibt es ermäßigte Studentenkarten, was im normalen Konzertalltag leider nur zu oft nicht der Fall ist.

 
 
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Eine glückliche Fliege an der Wand

Duffie Adelson

In Kyoto brach der Tag gerade an. Als ich um 6 Uhr morgens aus dem Bett taumelte, hallte immer noch eine bezaubernde Interpretation von Prokofjews Violinsonate in meinen Ohren. Wir hatten nur wenige Stunden zuvor in unserem Hotel eingecheckt und nun — in meiner desorientierten Lage — fragte ich mich, ob es immer noch gestern war oder ob das „Morgen” von noch ein paar Stunden zuvor mittlerweile bereits „Heute” geworden war. In der Tat, es war schon fast Zeit geworden, zur Bahnstation zu gehen von der aus wir zur nächsten Stadt auf der Tour fahren sollten. Bald darauf versammelte sich eine verschlafen aussehende Gruppe in der Lobby, Koffer im Schlepptau. Ein Mitglied dieser Ansammlung jedoch, stach aus der Masse hervor. Die Violine über ihre Schulter gehangen, Handy an ihrem Ohr, war sie in ein angeregtes Gespräch vertieft — zweifellos gerade dabei, ein weiteres spannendes Projekt zu planen.

Fünf unvergessliche Tage lang war ich letzten Sommer dazu privilegiert, mit Midoris „Total Experience” Konzerttour in Japan zu reisen. Und während der Tour habe ich fantastische Konzerte und anregende Vorträge gehört, eingetaucht in die Schönheit eines Landes, das ich niemals zuvor besucht hatte. Die japanischen Berge und die Landschaft besaßen eine angenehme Schönheit und Wärme, die ich liebte – eine Schönheit und Wärme, die ebenso durch die Augen der Menschen, die ich überall traf, zum Ausdruck kam.

Die Konzerttournee, die von der Sony Music Foundation gesponsort wurde, war eine sehr spezielle, die aus Anlass von Midoris 20-jährigem Bühnenjubiläum stattfand. Man benötigt die fleißige und hingebungsvolle Arbeitskraft von vielen Menschen, um eine solche Konzerttournee zustande zu bringen. Auf dieser Tour begleitete ich Midori und ihren Begleiter, Cullen Bryant sowie ein Mitglied aus Midoris Tokioter Management Agentur, drei Leute von Sony und einen Fotografen. Als ich zu der Gruppe hinzustoß, waren sie schon seit Wochen durch Japan getourt. Ich habe die Kameradschaft in diesem wundervollen Team sehr genossen. Ich habe besonders angenehme Erinnerungen an die unglaublichen Sushi Dinner, die wir zusammen hatten!

Es war ein echtes Privileg, mit Midori zusammen zu sein und ihre hervorragende Musik jeden Tag zu hören, und meine großartige Bewunderung für sie wurde nur jeden Tag, den ich auf der Tour verbrachte, größer. Sie ist nicht nur eine brillante Künstlerin, sondern auch eine verantwortungsbewusste Pädagogin, eine hingebungsvolle Geisteswissenschaftlerin, eine Visionärin und eine außergewöhnliche Humanistin. Ihr Genie reflektierte sich in der Tat in der Art, wie sie in ihrer „Total Experience"- Tour die Mitglieder des Publikums als einzigartige Teilnehmer in die Produktion jedes Konzerts integrierte. Der Anteilnahme des Publikums war überall wo wir hinkamen offensichtlich, und ich war hingerissen von der Kreativität und dem Ausmaß an Engagement, das wir in jeder Stadt fanden. In Chutan Village beispielsweise, präsentierten die Bürger der Stadt eine wundervolle, traditionelle japanische Tee-Zeremonie. Schöne, mit Kimonos bekleidete Frauen präparierten und präsentierten den Konzertbesuchern vor und nach dem Konzert sowie während der Pause den deliziösen und schäumenden grünen Tee zusammen mit dampfenden Keksen. In der atemberaubend schönen Stadt Unazuki genossen wir eine wundervolle Ausstellung mit von dortigen Kindern gemalten Bildern. Wir wurden unterhalten mit traditionellem japanischen Flötenspiel und Tanz in Kanazawa. Mit Kumamoto, einem innerländischen Dorf in der südlichen Kyushu-Region, entdeckten wir eine Stadt, die sehr stolz ist auf ihre vielen alten Grabmäler sowie auf ihren oft angepriesenen 600-Jahre alten Ginkgo Baum und ein sich in Betrieb befindendes Observatorium. Hier war das gewählte Thema die Beziehung zwischen Musik und Raum; Essays, die über dieses Thema geschrieben wurden, waren in der Rezeptionshalle ausgehängt. Unter einer Reihe von Sternen, die im Kumamoto Observatorium entdeckt worden waren, befindet sich auch einer mit dem Namen Midori — dies verleiht ihr die verdiente Ehre, ein Stern zugleich auf Erden wie im Himmel zu sein!

Die Konzerthallen in jeder Stadt sind beeindruckende Veranstaltungsstätten — vor allem in den sehr kleinen Städten, in denen sie eine Quelle von großem Stolz waren. Bezaubernde Blumenarrangements und vor Ort entworfene Konzertposter wurden in jedem Konzertsaal ausgestellt, zusätzlich zu dem lokalen Flair jeder einzelnen Spielstätte. Publikumsmitglieder wurden für jedes Konzert per Losverfahren ausgewählt, denn es waren immer mehr Leute an den Konzerten interessiert als tatsächlich Plätze zur Verfügung standen. Diejenigen, die auserwählt wurden, versprühten das Gefühl von Stolz und Ehrfurcht.

Das Leben während einer Konzerttournee hat einen eigenen Rhythmus und ein eigenes Tempo. Tage und Nächte verschmelzen in ein haltloses Kontinuum. Vorträge und Treffen finden zu jeder Zeit statt. Nickerchen scheinen der Ersatz zu sein für eine ganze Nacht Schlaf und werden wo immer und wann immer sich auch die Möglichkeit ergibt — in einem Zug, in einem Taxi oder Backstage auf dem Boden eines Umkleideraums - gehalten. Diese kurzen Ruhepausen werden von Aktivitäts-Ausbrüchen unterbrochen: ein Treffen, das einberufen wird um die Logistik des bevorstehenden Auftritts zu besprechen; eine Ankündigung, dass der Klavierstimmer gerade mit dem Stimmen fertig ist und dass nun alle Künstler für eine letzte Probe zur Konzertbühne eilen sollen; ein Konferenzanruf aus einer entfernten Stadt. Mahlzeiten werden ebenfalls oft in der gleichen Art und Weise eingenommen und in Mini-Größe — hier und da ein Happen über den Tag verteilt.

Hinter den Kulissen arbeiten Freiwillige mit Angestellten auf großen Lobby-Auslagen, während das Buffet für den Empfang vorbereitet wird. Als die Stunde des Konzerts näher rückt, wird geduscht und musikalische Passagen werden noch einmal durchgespielt. Die Konzertkleidung wird angezogen, während sich das Publikum in den Saal drängt. Dann kommt das Konzert, gefolgt von einem Empfang (manchmal auch zwei) und dann, vielleicht, von einem Dinner oder einem Interview mit den Medien, dann eine Probe, dann ein Nickerchen auf das die aufgehende Sonne die Aktivitäten des nächsten Tages beschwört.

Ich war permanent beeindruckt von dem Energie-Level, der benötigt wird, um solch einen Rund-um-die-Uhr-Plan durchzuhalten. Die körperlichen Herausforderungen für eine solche Routine sind beängstigend. Und trotzdem, jeden Tag — und manchmal zwei Mal am Tag — wenn die Lichter im Konzertsaal dämmern, wird die Bühne erfüllt von einer Art übermenschlicher Energie, die selten anzutreffen ist. Die Musik — lebendig und elektrisch — floss vom Publikum und wieder zurück, während sie jeden Zuhörer verzückt und gebannt hielt. Ich zumindest bin immer noch gebannt.

Duffie Adelson ist seit 1993 Executive Director der Merit School of Music. Die Schule stellt über 5000 Jugendlichen, die aus dem Bezirk um Chicago und meist aus der Innenstadt kommen - freien oder sehr wenig kostenden Unterricht zur Verfügung. Die Merit School wurde nationalweit anerkannt wegen ihres Lehrplans, ihres Levels an finanzieller Hilfe, ihrer weltweiten Studentenunterstützung und ihrem einzigartigen Ansatz, Kinder mit Musik aufwachsen zu lassen.

„TotalExperience” – eine Radiodokumentation

 
Im Kimono mit Freiwilligen in Kanazawa.  
   
   
   
   
Künstler und Personal beim unvergesslichen Sushi-Essen.  
 
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